von Wilhelm Peßler

 

Inhalt

1. Zitation

1.1 Digitaler Luxemburgischer Wortatlas

1.2 Einführung

1.3 Karten

2. Werkbeschreibung

2.1 Hintergründe

2.2 Erhebungsgebiet

2.3 Erhebungszeitraum

2.4 Erhebungsmethode

2.5 Kartierung

2.6 Umfang

2.7 Weitere Informationen

3. Integration der Karten in REDE via Scan und Georeferenzierung

4. Weiterführende Literatur

 

1. Zitation

1.1 Plattdeutscher Wort=Atlas von Nordwestdeutschland

Jeffrey Pheiff (Hrsg.) (2020): Digitaler Plattdeutscher Wort=Atlas von Nordwestdeutschland auf der Grundlage des Wort-Atlas von Wilhelm Peßler. Digitale Fassung und Zusatzkarten. Teil I: Peßler, Wilhelm (1928; 2020): Plattdeutscher Wort=Atlas von Nordwestdeutschland nach eigenen Forschungen und mit eigenen Aufnahmen. Hannover: Verlag des Vaterländischen Museums. Teil II: Peßler, Wilhelm (2020): Unveröffentlichte Druckvorlagen für den Plattdeutschen Wort=Atlas von Nordwestdeutschland nach den Forschungen von Dr. Peßler. Herausgegeben von Jeffrey Pheiff in Zusammenarbeit mit dem Historischen Museum Hannover. In: Jürgen Erich Schmidt / Joachim Herrgen / Roland Kehrein (Hrsg.): REGIONALSPRACHE.DE (REDE). Marburg: Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas.

1.2 Einführung

Eine gesonderte Einführung in den „Plattdeutschen Wort-Atlas von Nordwestdeutschland“ liegt nicht vor. Einleitende Informationen zu dem Projekt und den Karten des PWA befinden sich im Textteil der Publikation. Erläuterungen zu und Abbildungen von den kartierten Phänomenen sind den Kommentaren zu entnehmen, die den Karten beigegeben wurden.

1.3 Karten

Wilhelm, Peßler (1928): Plattdeutscher Wort=Atlas von Nordwestdeutschland nach eigenen Forschungen und mit eigenen Aufnahmen. Hannover: Verlag des Vaterländischen Museums.

2. Werkbeschreibung

2.1 Hintergründe

Das von Wilhelm Peßler in seiner Einleitung formulierte Ziel des PWA besteht darin, „die Erforschung der Wörter und Sachen in einen größeren kulturgeschichtlichen Zusammenhang [zu] stellen“ (Peßler 1928: 3) und einen „Vorläufer des viel umfassenderen Volkstums-Atlasses des deutschen Sprachgebiets“ (ebd.: 4) zu schaffen.

2.2 Erhebungsgebiet

Die 108 Belegorte des PWA in Nordwestdeutschland erstrecken sich in nord-südlicher Richtung von Scholderup bis Hünsborn und in west-östlicher Richtung von Twisteden bis Ducherow.

Die Grundkarte (Maßstab 1 : 2.700.000) zeigt das Gebiet mit den Erhebungsorten sowie hydrographischen Informationen.

2.3 Erhebungszeitraum

Die Daten des PWA wurden von 1904 bis 1905 erhoben. Letzte ergänzende Erhebungen fanden in den Jahren 1908, 1923 und 1927 statt (vgl. Peßler 1928: 9; 11).

2.4 Erhebungsmethode

Befragt wurden möglichst ältere Zimmerleute aus Dörfern des Erhebungsgebietes.

Die Sprachdaten wurden direkt erhoben, indem sie vom Autor, der gleichzeitig Explorator war, vor Ort „in eine bereit gehaltene Liste“ aufgenommen wurden (Peßler 1928: 11). Der Fragebogen umfasste insgesamt 75 Fragen. Von den 75 abgefragten Lemmata wurden 18 in Form von Sprachkarten veröffentlicht (vgl. Peßler 1928: 11; 14–16).

2.5 Kartierung

Auf den Sprachkarten sind Gebiete gleicher sprachlicher Merkmale durch Flächenschraffuren ohne Leitform zusammengefasst. Die Aufschlüsselung der Flächenschraffuren erfolgt in der Legende, die der Karte beigegeben wurde.

 

Beispiel aus Peßler (1928): Kt. Brunnen

2.6 Umfang

Der gedruckte PWA enthält 18 Karten zu lexikalischen Phänomenen sowie eine Grundkarte. Der PWA liegt seit 1928 in einem Band publiziert vor.

Die unveröffentlichten Druckvorlagen umfassen 22 Karten. Auf vier dieser Vorlagen wurden Themen dargestellt, die auf vier gleichnamigen gedruckten Sprachkarten des PWA kartiert wurden.

2.7 Weitere Informationen

Bibliographische Hinweise zu den niederdeutschen Dialekten sind in der Georeferenzierten Online-Bibliographie zur Areallinguistik (GOBA) zu finden.

3. Integration der Karten in REDE via Scan und Georeferenzierung

Die kartierten Daten des PWA wurden in REDE in eine zentrale Datenbank überführt, die eine kompatible Darstellung und vergleichende Analyse für den Nutzer ermöglicht. Hierzu wurden die Karten zunächst gescannt, geokodiert und rektifiziert. Das heißt bestimmten Passpunkten der gescannten Karte wurden Koordinaten zugewiesen, anhand derer eine Ausrichtung am Zentralmeridian der zugrundeliegenden Projektion ermöglicht wird. Die so bearbeiteten Karten können unabhängig von Größe, Zoomstufe oder Maßstab exakt übereinandergelegt und miteinander verglichen werden. Um dem Nutzer eine möglichst komfortable Suchfunktion und zentrale atlasspezifische Informationen zu bieten, wurden für jede Karte alle relevanten Metadaten erfasst.

Mithilfe der oben beschriebenen Verfahren wurden alle gedruckten 19 Karten des PWA sowie die 22 unveröffentlichten Druckvorlagen bearbeitet und dem REDE-Nutzer zur Verfügung gestellt. Die Karten wurden von Jeffrey Pheiff digital aufbereitet.

4. Weiterführende Literatur

Peßler, Wilhelm (1924): Wortgeographie von Nordwestdeutschland im Rahmen der vergleichenden deutschen Ethnogeographie. In: Teuthonista, 1, 6–24.