Akademie der Wissenschaften und der Literatur - Mainz

Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben (SBS)

herausgegeben von König, Werner

 

1. Zitation

1.1 Einführung

König, Werner (Hrsg.) (1997a): Band 1: Einführung. In: König, Werner: Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. (Bayerischer Sprachatlas: Regionalteil 1). Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter.

1.2 Kartenbände

Band 2: König, Werner (Hrsg.) (1996): Wortgeographie I. Der menschliche Körper, körperliche und seelische Äußerungen, die menschliche Gemeinschaft, Kleidung. Bearbeitet von Christine Feik. In: König, Werner (Hrsg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. (Bayerischer Sprachatlas: Regionalteil 1). Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter.

Band 3: König, Werner (Hrsg.) (1997b): Lautgeographie I. Quantität ehemaliger Kurzvokale. Bearbeitet von Manfred Renn. In: König, Werner (Hrsg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. (Bayerischer Sprachatlas: Regionalteil 1). Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter.

Band 4: König, Werner (Hrsg.) (1999): Lautgeographie II. Qualität der mittelhochdeutschen Kurzvokale. Bearbeitet von Heike Heidenreich. In: König, Werner (Hrsg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. (Bayerischer Sprachatlas: Regionalteil 1). Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter.

Band 5: König, Werner (Hrsg.) (1998a): Lautgeographie III. Qualität und Quantität der mittelhochdeutschen Langvokale und Diphthonge. Bearbeitet von Susanne Kuffer. In: König, Werner (Hrsg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. (Bayerischer Sprachatlas: Regionalteil 1). Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter.

Band 6: König, Werner (Hrsg.) (1998b): Formengeographie I. Verbum. Bearbeitet von Edith Funk. In: König, Werner (Hrsg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. (Bayerischer Sprachatlas: Regionalteil 1). Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter.

Band 7.1: König, Werner (Hrsg.) (2001a): Lautgeographie IV. Konsonantismus I. Plosive. Bearbeitet von Sabine Ihle. In: König, Werner (Hrsg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. (Bayerischer Sprachatlas: Regionalteil 1). Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter.

Band 7.2: König, Werner (Hrsg.) (2003a): Lautgeographie IV. Konsonantismus II. Frikative, Affrikaten, Liquide, Nasale. Bearbeitet von Sabine Ihle, Michael Köch, Andrea Zeisberger und Sabine Pfrenger. In: König, Werner (Hrsg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. (Bayerischer Sprachatlas: Regionalteil 1). Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter.

Band 8: König, Werner (Hrsg.) (2000): Wortgeographie II. Bearbeitet. von Manfred Renn. In: König, Werner (Hrsg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. (Bayerischer Sprachatlas: Regionalteil 1). Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter.

Band 9.1: König, Werner (Hrsg.) (2003b): Formengeographie II. Substantive, Artikel. Bearbeitet von Andrea Zeisberger. In: König, Werner (Hrsg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. (Bayerischer Sprachatlas: Regionalteil 1). Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter.

Band 9.2: König, Werner (Hrsg.) (2003c): Formengeographie II. Pronomen, Adjektive, Zahlwörter, Orts- und Richtungsadverbien, Syntax. Bearbeitet von Andrea Zeisberger und Edith Funk. In: König, Werner (Hrsg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. (Bayerischer Sprachatlas: Regionalteil 1). Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter.

Band 10: König, Werner (Hrsg.) (2005a): Wortgeographie III. Kinderspiele, Haushalt, Ernährung, Kochen und Backen, Bauern und Arbeitskräfte, Zeiteinteilung und Grüßen, Adverbien. Bearbeitet von Edith Funk. In: König, Werner (Hrsg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. (Bayerischer Sprachatlas: Regionalteil 1). Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter.

Band 11: König, Werner (Hrsg.) (2001b): Wortgeographie IV. Rindvieh und Milchverarbeitung, Schwein, Ziege, Schaf, Pferd, Geflügelhaltung und Imkerei, weitere Haustiere. Bearbeitet von Lars Löber. In: König, Werner (Hrsg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. (Bayerischer Sprachatlas: Regionalteil 1). Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter.

Band 12: König, Werner (Hrsg.) (2006): Wortgeographie V. Gelände, Boden und Ackerbau, Düngung, Heuernte, Getreide. Bearbeitet von Manfred Renn. In: König, Werner (Hrsg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. (Bayerischer Sprachatlas: Regionalteil 1). Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter.

Band 13: König, Werner (Hrsg.) (2005b): Wortgeographie VI. Wald und Holz, Zäune, Transport, Körbe, Gefäße, Tragegestelle. Bearbeitet von Andrea Schamberger-Hirt. In: König, Werner (Hrsg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. (Bayerischer Sprachatlas: Regionalteil 1). Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter.

Band 14: König, Werner (Hrsg.) (2009): Register. Bearbeitet von Edith Funk, Adrian Schüller, Karin Bernbacher, Adreas Wick und Elisabeth Beducker. In: König, Werner (Hrsg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. (Bayerischer Sprachatlas: Regionalteil 1). Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter.

 

2. Werkbeschreibung

2.1 Hintergründe

Das von Werner König in seiner Einleitung zum SBS formulierte Ziel ist es, „die Sprechformen einer bestimmten Sprechergruppe zu einem bestimmten Zweck in einer bestimmten Situation (soziale/pragmatische Dimension) zu einem bestimmten Zeitpunkt (historische Dimension)“ (König 1997: 15) darzustellen. „Der SBS dokumentiert die Sprache des Untersuchungsgebiets[,] wie sie am Ende des 20. Jahrhunderts von einer vorwiegend bäuerlichen Sprecherschicht in einer für die Aufnahmen geschaffenen Situation […] mit einem bestimmten Ziel – ,älteste’ noch erreichbare Sprachformen – produziert wurde“ (König 1997: 15). Weiterführende Informationen zum Atlas finden sich in „Die Entstehungsweise und Methodik eines modernen Sprachatlasses, dargestellt am Beispiel des Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben (SBS)“ in „Die Sprachatlanten des schwäbisch-alemannischen Raumes“ von König/Schrambke (1999: 39–58). Wir danken den Autoren für die freundliche Bereitstellung des Textes.

2.2 Erhebungsgebiet

Die 272 Erhebungsorte des SBS im Gebiet von Schwaben und zum Teil von Oberbayern sowie Mittelfranken wurden „im Süden und Westen an die Untersuchungsgebiete des VALTS und des SSA angeschlossen“ (König 1997: 16). „Im Norden und im Osten gab die Ausdehnung Bayerisch-Schwabens den Rahmen vor“ (König 1997: 16).

Die Grundkarte 1a (Maßstab 1: 666.666) zeigt Informationen zu den Ortspunkten und Exploratorengrenzen mittels einer Wabenkarte, während auf der Grundkarte 1b (Maßstab 1: 500.000) protestantische Orte zusätzlich gekennzeichnet sind.

2.3 Erhebungszeitraum

Die Daten des SBS wurden von 1980 bis 1989 erhoben (vgl. König 1997: 9).

2.4 Erhebungsmethode

Befragt wurden insgesamt ca. 940 sowohl weibliche als auch männliche Dialektsprecher aus kleinen Dörfern des Erhebungsgebietes des SBS im durchschnittlichen Alter von 73,65 Jahren. Die Informanten waren überwiegend Bauern und Angehörige des alten Handwerks: „[D]enn nur die erfüllen die Bedingung, daß sie Einheimische sind, d.h. erstens, daß sie den größten Teil ihres Lebens in dem Ort […] verbracht haben und zweitens, daß auch ihre Eltern und am besten ihre Großeltern aus demselben Ort stammen“ (König 1997: 20).

Die Sprachdaten wurden direkt erhoben, indem sie zunächst vor Ort von den Exploratoren aufgenommen und dann mittels Teuthonista transkribiert wurden. Ein Überblick über das verwendete Lautsystem findet sich in der Einführung in den SBS. Das Fragebuch ist in 55 Sachgebiete unterteilt und beinhaltet 2.237 Fragen, mit deren Hilfe der Wortschatz und alle sprachgeographisch relevanten Laut- und Flexionsphänomene des Dialekts von Bayerisch-Schwaben systematisch erfasst wurden. Als zusätzliche Fragehilfe diente ein Bilderbuch mit Fotos und kleinen Skizzen.

Exploratoren des SBS waren Edith Funk, Manfred Renn und Brigitte Schwarz.

2.5 Kartierung

Die Darstellung des erhobenen Materials in Form von Punkt-Symbol-Karten, auf denen die verschiedenen sprachlichen Phänomene durch Symbole an den Ortspunkten markiert wurden, folgt der germanistischen Tradition. Die Aufschlüsselung der Symbole erfolgt in der Legende, die der Karte beigegeben wurde. Neben der Aufschlüsselung der Symbole enthalten die Kartenlegenden die Fragesatzummer sowie Erläuterungen zu geographischen Unterschieden und mittelhochdeutscher Bezugslauten. Darüber hinaus können auf REDE-Karten auch die Originalformen angezeigt werden. Bei Lautkarten wurde zusätzlich vermerkt, an welchem Ort zu einem Beleg Anmerkungen der Gewährsleute oder Exploratoren vorliegen.

2.6 Umfang

Mit Abschluss der Arbeiten am SBS liegen 1.048 Karten zu phonetisch-phonologischen, 575 Karten zu morphologischen und 990 Karten zu lexikalischen Phänomenen in insgesamt 16 Bänden vor. Dem Atlas sind 29 außersprachliche Interpretamentkarten beigegeben. Der erste Band ist 1997, der letzte Band 2009 erschienen.

2.7 Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Projekt finden sich auf der Homepage des SBS. Weiteres Material zum SBS findet sich auf der Homepage der BayDat.

Bibliographische Hinweise zu den Dialekten des Gebiets des SBS sind in der Georeferenzierten Online-Bibliographie zur Areallinguistik (GOBA) zu finden.

 

3. Integration der Karten in REDE via Datenbankimport

Die in elektronischer Form vorliegenden Datensätze der SBS-Karten wurden zunächst in die REDE-Datenbank überführt und in ein speziell von uns entwickeltes Arbeitstool integriert. In einem weiteren Arbeitsschritt wurden die Daten für sprachwissenschaftliche Analysen aufbereitet. Hierzu wurde das verwendete Speicherformat der Datensätze entschlüsselt und so konvertiert, dass die Datensätze sowohl den für die Darstellung der linguistischen Informationen und Kartensymbolen benötigten Zeichensätzen als auch geographischen Informationen zugewiesen werden können. Das Ergebnis dieses Arbeitsschrittes sind aus der Datenbank generierte Karten und kartenspezifische Legenden. Um dem Nutzer eine möglichst komfortable Suchfunktion zu ermöglichen und zentrale atlasspezifische Informationen zur Verfügung zu stellen, wurden für jede Karte alle relevanten Metadaten erfasst. Wir danken dem Herausgeber für das freundliche Bereitstellen der Daten.

Mithilfe des oben beschriebenen Verfahrens wurden insgesamt 1610 Laut- und Formenkarten des SBS im Projekt REDE bearbeitet und dem Nutzer zur Verfügung gestellt.

Die Karten wurden von Ellen Bartels, Sophie Christmann, Theresa Herzberger, Jan Kriebel, Tabea Maus, Jana Nellesen, Lisa Reimann, Lisa Sangmeister, Laura Schellhaas, Jens Wetekam und Stephanie Winter digital aufbereitet.

 

Seit 2009 steht das SprachGIS in REDE mit dem gesamten Datenbestand von DiWA als Nachfolger und Erweiterung zur Verfügung.

4. SBS im Vorgängerprojekt DiWA

4.1 Anzahl und digitale Aufbereitung der ausgewählten Karten

Für das Projekt DiWA wurden 439 Karten des SBS ausgewählt, die phonetisch-phonologische, morphologische und lexikalische Phäno­mene abbilden, sowie außersprachliche Interpretamentkarten um­fassen.

Die Karten wurden von Elisabeth Hollmann, Benedikt Naglik und Lisa Sang­meister digital aufbereitet.

4.2 Überblendung mit den Karten des Sprachatlas des Deutschen Reichs von Georg Wenker

Georg Wenkers „Sprachatlas des Deutschen Reichs“ (Erhebungszeitraum 1876–1887) ist der erste und bis heute umfangreichste Sprachatlas überhaupt (Geschichte). In DiWA wurden die Karten von Wenker erstmals veröffentlicht. Neben der Publikation bestand eines der Ziele des Projekts DiWA darin, die auf den Karten abgebildeten Informationen mit denen moderner Regionalatlanten vergleich- und überblendbar zu machen. Dazu wurden die entsprechenden digitalisierten Karten zunächst geokodiert, d. h. bestimmten Punkten wurden Soll-Koordinaten zugewiesen. Bei der anschließenden Rektifizierung wurde die Karte anhand der Passpunkte am Zentralmeridian der zugrundeliegenden Projektion ausgerichtet. Das Ergebnis ist eine vollständig georeferenzierte Karte, in der die Koordinaten eines jeden Bildpunktes definiert sind und die kompatibel mit jeder anderen auf gleiche Weise rektifizierten Karte ist. Aufgrund von verschiedenen Faktoren wie dem Fehlen eines Koordinatensystems, schematischen Darstellungen und unterschiedlichen Ausgangs­projektionen, Größen und Detailgraden der Grundkarte des SBS, können Abweichungen bei der Zielprojektion auftreten. Abgesehen von den Grund- und außer­sprachlichen Interpretamentkarten werden alle Karten des SBS aus der DiWA-Datenbank generiert, sodass sich die Mehrzahl der Karten exakt mit Karten anderer Atlanten überblenden lassen.

 

 

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